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Es werden Posts vom Juni, 2017 angezeigt.

Hören ohne Musik

Es geschah in einer solchen Nacht, die einen komplett verschlucken kann, wenn man nicht aufpasst – ich war neunundzwanzig Jahre alt und trug so ein Gefühl in mir, dass alles tot ist, dass nichts mehr kommt. Ich zog mir meinen Mantel über und lief durch die Stadt, schaute mir alles an, die Häuser, die Bäume, die Menschen, und das beruhigte mich auf eine unerklärliche Art. Sie stand vor mir am Tresen und zuerst hielt ich sie für ein Kind: die dünnen Arme, Beine, die langen, braunen Haare, eine Tasche mit Blumenmustern um die Schulter; dazu reichte sie mir nicht mal bis zum Kinn – doch als sie sich umdrehte, sah ich ihr in die Augen: Und sie hatten etwas Altes, Gebrochenes – sie waren schwarz und gleichzeitig schimmerten sie grau, und ich fragte mich, ob Augen aus Trauer die Farbe ändern können, so wie manche graue Haare bekommen. Sie hielt in beiden Händen ein Bier und schaute mir ins Gesicht, und ich hasse es, wenn mir Leute ins Gesicht schauen; ich spürte ihren Blick über meine W